DIY Bauprojekt E-Gitarre JAG Style

DIY Bauprojekt E-Gitarre

Der Bausatz ist bei mir für einen Preis von 142,00€ zu erhalten

nun zu den ersten Eindrücken:

Auspacken, Begutachten, Hals anschrauben

Ich mache mich in den nächsten Wochen daran einen E-Gitarren Bausatz der Marke Rocktile zu bauen. Hierbei handelt es sich um den nachbau einer Fender Jaguar Gitarre. Dieser Bausatz ist natürlich auch bei mir im Laden zu erhalten.

Nachdem ich das gut verpackte Paket erhalten habe, ist natürlich nicht viel Zeit vergangen die Teile mal anzuschauen und sich von der Qualität des Holzes und der anderen Bauteile ein Bild zu machen. Als erstes muss gesagt werden, dass wirklich alle Löcher im Korpus und auch im Hals vorhanden sind. Wenn diese tatsächlich alle von den Maßen her (z.B. für die Mensur oder die Saitenlage) passen, könnte ich die Gitarre direkt nur mit einem Schraubendreher bewaffnet, zusammenfügen – bis auf die Elektronik natürlich.

So, der Korpus ist aus Lindenholz. dsc_1036-beschnittenFast alle Fernost-Gitarren (z. B. Ibanez oder Yamaha) werden aus Linde gefertigt. Es soll vor allem im verzerrten Bereich ausgezeichnet klingen, was bedeutet, es entwickelt recht fette Bässe und klingt schön rund mit warmen Obertönen, im Cleanbereich etwas weich, ziemlich neutral. Dieses Holz eignet sich daher wohl für Gitarren, die einen schönen, modernen und unkomplizierten Sound produzieren sollen mit Schwerpunkt auf verzerrte-Sounds. Vom Gewicht gehört Linde zu den leichteren Tonhölzern, die im Gitarrenbau verwendet werden. Es ist ein leichtes Holz und lässt sich unproblematisch bearbeiten oder anpassen.

Nun zu meinem gelieferten Korpus. Dieser hat die bekannte Jaguar Form und ist schon soweit von der Oberfläche vorgeschliffen. Ich sag mal vergleichbar mit dsc_1037-beschnitten120er Sandpapier. Alle Fräsungen und Löcher, auch die fürs Pickguard, sind vorhanden und sauber passgenau ausgeführt. Das größte Manko sind die „Böden“ aller Fräsungen. Diese sind alle rau, und zum Teil auch uneben. Noch weiß ich nicht ob ich diese mit einer Folie auskleiden kann/muss oder lieber doch mit Graphit Farbe ausmale um das Gehäuse vor Störungen zu schützen.

Die Holzoberfläche, die später wohl unter der Holzbeize noch sichtbar bleibt hat leider ein paar wenige unschöne Stellen. Ein paar kleine dunkle Stellen, die einen Ast erahnen lassen, und eine Stelle in der Nähe des Gurtpins bei der wohl dick Leim aufgetragen wurde. Diese Situation war aber eigentlich klar, da diese Bausätze in der Regel für eine deckende Lackierung gedacht sind.

Hals rohDer Hals ist aus Ahorn gefertigt und wird an den Body geschraubt. Als Griffbrett ist ein dunkles Palisander aufgeleimt. Die Hals einstellschraube ist vom Kopf her zugänglich, die Löcher für die Mechadsc_1021-beschnittenniken im Kopf sind  nach Fender Anordnung akkurat in einer Linie angebracht. Die untere Seite des Kopfes ist eckig ausgeführt, damit der „Bastler“ seiner Fantasie für den Kopf freien lauf lassen kann.

Alle anderen Bauteile die bei diesem Bausatz mitgeliefert wurden schauen erst ein Mal gut aus, und von der Qualität her scheinen sie in Ordnung zu sein. Natürlich weiß jeder, der sich einen Bausatz in dieser Preislage anschafft, dass hier nur No-Name Mechaniken, Tonabnehmer, Brücken oder Stege erhalten kann. Ich werde diese Gitarre trotzdem komplett mit nur den Originalen Bauteilen des Bausatzes (bis auf die Saiten) aufbauen, um eine Referenz zu haben.

So, in ein paar Tagen geht’s so richtig los, mit dem Anpassen der Kopfplatte und den weiteren Schleifarbeiten an Hals und Korpus.

Der Gitarren-Hals

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