Aktuelles

Tag der offenen Tür 09.11.2019

*Stöbern, entdecken und ausprobieren*

Am 09. November 2019 sind meine Türen für alle Interessierten und vor allem für alle Musiker geöffnet.

Neben meinem eigenen Produktsortiment gibt’s einen Gebrauchtwaren Markt. Details zu angemeldeten Instrumenten oder Zubehör veröffentliche ich immer hier.

Außerdem ist ein Gitarrenbauer für alle Fragen über Einstellung, Umbau oder Reparatur im Haus. Er ist für alle Fragen offen!

Weiterhin wird es ein paar musikalische Einlagen geben! Lasst euch Überraschen.

Natürlich gibts hier auch die Infos zum Musikunterricht von Gitarre und Bass. Neuerdings unterrichte ich auch Ukulele.

Unterstützt werde ich an diesem Tag vom Kindergarten aus Bieberehren, die sich um das leibliche Wohl kümmern werden. Es werden Kaffee, Waffeln und weiteres Gebäck angeboten.

Kommt, sagt es allen weiter, und lasst uns ein paar schöne gemütliche Stunden miteinander verbringen.

Zugesagte gebrauchte Instrumente:

GItarren und Bässe von: Gibson / Jackson / Ovation / Squire / Washburn / eine Classic Romantic Guitar vor 1850

Verstärker von: NUX / Riley / Vox / Washburn

Effekte von: Boss / Dunlop / Zoom

Gebrauchte Instrumente und Zubehör

In diese Rubrik setzte ich Gebrauchte Instrumente die ich zum Teil im Auftrag oder über meine Firma zum Verkauf anbiete.

Originale Jackson Randy Rhoads E-Gitarre von 1997

Hier ist eine sehr gut gepflegte Originale Jackson Randy Rhoads E-Gitarre. Also eine richtige Metal Axt. Made in Japan so ungefähr 1997. Sie besitzt ein Original Floyd Rose Tremolo sowie Duncan Designed Tonabnehmer. Sie steht bei mir inklusive einem stabilen selbstgebauten Gitarrenkoffer mit ausgeformter Gitarren Shilouette. Da hat sich einer richtig viel Mühe gegeben. Der Sunburn Aufkleber müsste meines Erachtens nach gut ablösbar sein. Die Gitarre kann gerne an verschiedenen Verstärkern angespielt werden

Der Besitzer würde hierfür gerne noch 400€ VHB verlangen.

E-Gitarrenverstärker Riley 30Watt, 2-Kanäle

Hier ist ein 30 Watt Transistor Gitarrenverstäker mit 2 Kanälen. Der Komboverstärker mit offener Box hat eingebauten regelbaren Hall, einen 3-Band Equalizer und einstellbarer Gain. Weiterhin kann man ein Mikrofon anschließen. Der Kanal kann über einen Fußschalter umgeschalten werden. Ein Effektweg zum Einschleifen ist genauso vorhanden.

Der Besitzer würde für den voll Funktionstüchtigen Verstärker gerne noch 90€ VHB verlangen.

Review Adventszauber Tauberrettersheim

Review Adventszauber Tauberrettersheim

So, nun ist das Wochenende vorbei – Schön war’s.

Hier ein paar Impressionen von meinem Verkaufsstand. Wir durften uns im „großen Sitzungssaal“ im Tauberrettersheimer Rathaus niederlassen und ausbreiten. Das ist uns auch gelungen, allererdings konnten wir natürlich nicht alles Präsentieren. Hier eine kleine Auswahl der K&M Produkte für Holz- und Belchbläser die wir dabei hatten.

 

 

Und ein wenig klein-Percussion.

 

 

Und meine neue Aria ADW-01CE Westerngitarre hatte ich dabei. Die Beatles Ukulele hat mich hier verlassen. Ein optisch wunderbares Instrument!!

Am 07.12. sieht man sich dann bei der Dorfweihnacht in Schnee im Kirchhof in  Kleinochsenfurt.

Gitarrensaiten Konzertgitarre Meysen

Meysen Konzertgitarren Saiten

Da die „NoName“ Saiten der Marke Meysen so fulminant gute Bewertungen

Meysen Classic Guitar Strings
Meysen Classic Guitar Strings

über Internet Anbieter erhalten haben, hab ich mich auch mal um ein paar Sätze bemüht. Drei Stück an der Zahl sind dann auch gekommen.

Verpackt in einer hübschen Karton Packung liegen sie nun da und wollen aufgezogen und gespielt werden. Als kleines Gimmick ist bei jedem Satz noch zusätzlich eine hohe e‘ Saite und drei Plektren mit eingepackt. Dazu würde ich sagen: Ja schön, bei mir reißt öfter die g Saite und wenn ich wirklich Klassik Gitarren Saiten wünsche um Klassik zu spielen, wird hier in der Regel mehr gezupft wie geschlagen. Als

Meysen Classic Guitar Strings
Meysen Classic Guitar Strings entpackt

nette Beigabe für alle die auf der Gitarre alles spielen und zupfen passt das auf jeden Fall.

Verpackt sind die 6 Saiten gemeinsam in einer Vakuum Verpackung. Die Zusatz Saite ist nochmal in einer extra eingeschweißten Tüte untergebracht. Das finde ich so auch in Ordnung, da ja immer alle Saiten gleichzeitig gewechselt werden sollten.

Nun zu den Saiten. Die 3 Diskant Saiten, also die hohen Melodiesaiten sind wie üblich reine Nylon Saiten. Es gibt auch Sätze wo die 3. Saite (G)umwickelt ist, das ist aber Geschmacksache und kein Qualitätskriterium. Die drei Basssaiten sind wie üblich umwickelt. Und zwar mit Kupferdraht, welches mit einer Silberschicht veredelt wurde.

Die Saitenstärke ist vergleichbar mit den gebräuchlichen Medium Saiten anderer Hersteller. Sie sind folgendermaßen angegeben, und auch auf der Rückseite des Kartons aufgedruckt.:

Meysen Classic Guitar Strings
Meysen Classic Guitar Strings Rücken

1:e – 028 inch – 0.71 mm
2:B – 032 inch – 0.81 mm
3:G – 040 inch – 1.02 mm
4:D – 029 inch – 0.74 mm
5:A – 035 inch – 0.89 mm
6:E – 043 inch – 1.09 mm

So, das Handling mit den Saiten ist beim aufziehen erst Mal genau so wie bei anderen Saiten auch. Sie fühlen sich wertig an, wirken nicht zu dick und zu steif. Eigentlich ganz angenehm.

Nach dem ersten einstimmen mal ein kleiner Klangtest. Die Saiten klingen angenehm ausgeglichen von Saite zu Saite. Keine übertriebenen höhen oder Bässe. Man kann lockere Zupfmuster spielen und auch beim Rhythmus spiel mit den eher harten mitgelieferten Plektren klingt die Gitarre echt gut. Die Saiten machen absolut das, was  man von ihnen verlangt. Sie fühlen sich verhältnismäßig weich an, wie sich das ein Anfänger wünscht, und sie klingen hell und brillant. Nun müssen sie noch den Dauertest durchlaufen und mal ein halbes Jahr auf der Gitarre verbleiben. Dann sehen wir wie sich der Klang, welcher sich ja bei allen Saiten, verändert und auch dumpfer wird, entwickelt.

Zur Firma und der Produktion selbst, ist leider nicht viel zu erfahren. Diese Saiten sind bislang nur das einzige Produkt, meines Wissens sollen aber bald andere Typen folgen. Als Firmenbezeichnung ist nur Hoang/MA GbR zu lesen.

Alles in Allem bin ich mit dem Produkt zufrieden und würde mir auch mal welche in meinen Warenbestand legen.

 

Adventszauber Tauberrettersheim

Adventszauber Tauberrettersheim

Zum ersten Mal findet dieses Jahr ein vorweihnachtlicher Markt in Tauberrettersheim statt, der Adventszauber. Über das Wochenende vom 24. und 25. November ist das Markttreiben rund um den Judenhof.

Koeniglicher_Adventszauber
Koeniglicher_Adventszauber

Auch ich werde hieran teilnehmen und meine Produkte sowie meine Dienstleistungen präsentieren. Zu sehen gibt es vor allem Instrumenten Ständer, Noten, Kleinpercussion und Zubehör wie Saiten, sowie Putzmittel und Blätter für Blasinstrumente.

Ich würde mich freuen wenn ich auch dort, bei einem heißen gemütlichen Glühwein, ein paar nette Gespräche mit Freunden und Bekannten führen kann. Das ist ja fast ein Heimspiel, da ich ja schon einige Kunden aus Tauberrettersheim habe.

Ich hoffe wieder einige Bekannte und Interessierte anzutreffen!

Dorfweihnacht in Schnee 2018

Dorfweihnacht in Schnee 2018

Auch dieses Jahr heißt es wieder:

Weihnachtsmarkt in Kleinochsenfurt
am Freitag den 7. Dezember 2018

Am Freitag den 7.12.2018 findet nun schon zum dritten mal der kleine und gemütliche Weihnachtsmarkt statt.

Wie auch in den letzten Jahren bleibt mein Ladengeschäft an diesem Tag geschlossen, da ich einen Verkaufsstand auf dem Weihnachtsmarkt in Kleinochsenfurt habe.

Zu sehen gibt es vor allem Instrumenten Ständer, Noten, Kleinpercussion und Zubehör wie Saiten, sowie Putzmittel und Blätter für Blasinstrumente.

Ich würde mich freuen wenn ich dort, bei einem heißen gemütlichen Glühwein, ein paar nette Gespräche mit Freunden und Bekannten führen kann.

Ich hoffe wieder einige Bekannte und Interessierte anzutreffen!

Effekte, Effektverkabelung und Effektwege

Effekte, Effektverkabelung und Effektwege

Hier Befassen wir uns mal mit den Effektgeräten für unsere Heißgeliebten Saiteninstrumente. Welche Effekte gibt es, wie klingen oder verändern sie unser Gitarrensignal, und wie verbinde ich sie, in welcher Reihenfolge, mit unserer Gitarre und unserem Verstärker.

Welche Typen von Effekten gibt es nun

1. Dynamische Effekte

zu den dynamischen Effekten gehören Effekte die sich auf die Lautstärke auswirken, auch wenn nur einzelne kleine Frequenzbänder betroffen sind. Hierzu zählt natürlich als erstes das Volumen Pedal, welches sich auf die gesamtlautstärke auswirkt. Auch die Equalizer Pedale zählen dazu, da sie einzelne Frequenzen lauter oder leiser macht.

nuX OD-3 Vintage Overdrive
nuX OD-3 Vintage Overdrive

Alle Arten von Verzerrern wie Booster, Overdrive, Distortion oder Fuzz gehören zu den dynamischen Effekten, sie erhöhen die Lautstärke und „schubsen“ den Verstärker Kanal noch zusätzlich mit an um einen fetteren Sound zu erhalten. Auch Kompressor und Wah-Wah Pedale wirken sich auf die Dynamik aus und verändern immer bestimmte Frequenzen des Signals.

2. Effekte mit räumlichem Verhalten

Hier gehören alle Effekte dazu, welche sich auf die räumliche Wahrnehmung auswirken, also einen zusätzlichen Hall erzeugen, ein nachhallendes Echo oder eine zusätzliche Frequenz erzeugt, welche den Ton breiter wirken lässt oder für spezielle Effekte einen Oktav Ton dazu erzeugt.

Im Detail gibt es ein Hall/Reverb Gerät, welche einen Nachhall simulieren, Echo/Delay simuliert eine verzögertes wiederkehren des Tones.

Weiterhin gibt es Modulationseffekte wie den ChorusFlanger, Phaser, Ensemble, Tremolo und Vibrato. Bei diesen Effekten wird durch hinzufügen einer oder mehrerer Töne mit leicht abweichender Frequenz eine Art räumliche Wahrnehmung erzielt. Durch das hinzufügen wird der Ton breiter, als ob mehrere Instrumente den gleichen Ton spielen würden. Wird eine hinzugefügte Frequenz noch verzögert oder als Feedback zurück an den Eingang geschickt kann man richtig wilde und interessante Effekte erzielen. Hier ist einfach testen, ausprobieren  und „spielen“ angesagt.

In die Gattung der Modulation Effekte gehören auch noch der Pitch Shifter, der wie der Chorus einen zweiten Ton, aber in genauen Intervallen hinzufügt. Also ein „sauberer“ Chorus.

Außergewöhnlichere Effekte sind da z.B. noch Leslie Simulatoren oder Vibe Pedale. Diese haben alle ihren eigenen Charakter und Wirkungsweise und sollten unbedingt mal angetestet werden.

3. Der Looper

Als kleines Helferlein gibt es nun noch den Looper. Der Looper ist eigentlich ein kleines Aufnahme Gerät, das deine Gitarrenspur speichert und im Loop, also in der Schleife, wieder gibt. Hier kann man dann dazu spielen oder weiter Spuren auf das erste Signal speichern. Meist ist in den Loopern eine Rhythmus Einheit mit eingebaut die eine Begleitband darstellt. Das ist echt super zum Proben und macht wesentlich mehr Spaß als nach Metronom oder Click zu spielen. Das Gerät ist auch bei Straßenmusikanten oder Solokünstlern sehr beliebt.

nuX Loop Core

Reihenfolge von der Gitarre zum Amp

In der Auflistung gehe ich einfach von allen Effektgeräten aus, wenn sie nicht vorhanden sind werden sie auch nicht zwingend benötigt.

Verstärker mit oder ohne Einschleifweg

Bei Verstärkern ohne Einschleifweg, also ohne der SEND und RETURN Buchse, muss ich meine Effekte alle vor den Verstärker anschließen. Das ist erst mal natürlich kein Problem. Du kannst deine Raum- und Modulationspedale nicht mehr vor dem Amp verkabeln. Denn ein Gitarrenton der schon mit Hall, Echo oder Chorus aufbereitet ist nachträglich mit dem Amp zu verzerren klingt absolut schrecklich. Das heißt, diese Effekte gehören hinter den Verzerrer, also in den Einschleifweg soweit er vorhanden ist.

Verkabelung

Beginnend von der Gitarre gehen wir mit Kabel oder Sendeanlage zum Stimmgerät, welches ein sauberes Signal ganz ohne Effekte benötigt.

Von hier an geht es in das Volume Pedal falls es die Funktion des Lautstärke Potis der Gitarre verwendet werden soll. Alternativ kann dieses aber auch als allerletztes Effekt vor der Return Buchse gesetzt werden um die komplette Lautstärke herunter zu regeln.

Bei der Verwendung eines Pitch Shifters, Octavers oder Harmonizers gehört dieses auch vor jede Verzerrung, für die Erzeugung des Extra-Tons wird ein sauberer Ton benötigt.

Anschließend folgen alle dynamikverändernden Effektpedale. Als erstes würde ich hier den Kompressor setzen. Im Anschluss kannst Du alle deine Verzerrerpedale in beliebiger Reihenfolge anordnen. Ein Equalizer gehört hinter die Verzerrer, denn die Zerrer sollten den Gitarrenton schon verändert haben, wenn du mit dem Equalizer das Klangbild nachbearbeitest.

Die meisten Gitarristen schließen das Wah-Pedal vor den Verzerrern an, da sich der Sound auf diese Weise am besten regulieren lässt.  Bei einigen Zerrpedalen klingt ein nachgeschaltetes Wah auch sehr interessant. Das ist aber alles variabel zu sehen. Richtig ist natürlich immer, das was gefällt. Also einfach mal ausprobieren.

Schließlich verkabelst du das letzte Effektgerät mit dem Eingang deines Verstärkers. Dieser hat meist zwei oder drei Kanäle: Clean, Crunch (angezerrt) und Lead (vollverzerrt). Spannend ist es immer, einen angezerrten oder vollverzerrten Verstärker-Kanal mit einem vorgeschalteten Zerrer oder Booster noch weiter in die Sättigung zu treiben. Da sind fette Soundkombinationen möglich.

Nach dem Vorverstärker verlassen wir nun wieder Amp, und zwar am Effect Send Ausgang. Hier Kann man nun beliebig Chorus, Flanger, Vibrato, Tremolo anordnen. Am Ende folgt das Echopedal, und anschließend erst der Halleffekt. Warum? Einen Hall nachträglich mit einem Chorus oder Echo zu versehen, klingt nicht so toll, daher sollter der Hall das letzte Pedal sein.

Vom Ausgang des Halls geht es zurück in den „Effect Return“ des Verstärkers. Wenn du ein Volumepedal verwendest, solltest du es erst nach den Modulationspedalen anschließen. Dann kannst du den Gitarrenton komplett leise regeln, und die Echo- und Hallfahnen klingen trotzdem zu Ende aus.

An dieser Stelle, an der dein Amp den Klang schon geformt hat, sind alle Raum- und Modulationseffekte perfekt aufgehoben. Aber Achtung! Im Einschleifweg darfst du niemals dynamikverändernde Effekte wie Zerrer, Wah oder Kompressor anschließen! Die Endstufe pumpt dein Gitarrensignal mächtig auf, damit die Lautsprecher angesteuert werden können. Jede kleine Lautstärke-Änderung direkt vor der Endstufe kann heftige Ergebnisse zur Folge haben. Also nicht vergessen: Dynamikverändernde Effekte gehören immer vor den Verstärker. Nie in den Einschleifweg.

Rauschunterdrückung

Mit dieser Reihenfolge ist das Rauschen eigentlich schon recht gering. Falls doch noch Probleme mit Geräuschen auftreten gibts noch das kleine Helferlein Noise-Gate. Das Problem des rauschens fällt ja eigentlich nur ins Gewicht wenn die Gitarre nicht spielt sondern Pause hat. Hier Pegelt das Noise-Gate komplett herunter und unterdrückt das Rauschen.

Bei der Verkabelung ist der beste Platz das erste Pedal im Enschleifweg, also direkt am Effect Send.

Gitarren Saiten Überblick und Vergleich

Gitarren Saiten:

Der erste Ansatz bei Ton und Klang eines Saiteninstruments ist wohl die Saite selbst. Hier entsteht der Ton, folglich ist auch hier der Ansatz den Sound eines Instrumentes zu verbessern oder zu verändern als erstes gegeben. Allerdings gibt es hier eine sehr große Fülle an Herstellern, an Materialien, an Typen usw. dass einem hier der Überblick fehlt. Und die Frage wie lange halten nun meine Saiten und wie wechsle ich diese an meinem Instrument. Diesen Fragen werden wir hier nachgehen und beleuchten.

Warum wechseln wir nun eigentlich unsere Saiten. Manche Gitarristen wechseln sie sehr oft. Von wöchentlich oder monatlich bis hin zu niemals gibt es da alles.

Wenn dann mal eine Saite reißt sollte es hoffentlich keine Ausrede mehr geben alle 6 Saiten zu wechseln, damit die Gitarre auch so klingt wie sie erklingen soll. Das reißen kann man nie verhindern, durch unseren Schweiß und Hautabschürfungen oxidieren die Saiten und werden langsam immer schwächer.

Auch der Klang der Saiten verändert sich mit der Zeit. Eine Frisch aufgespannte Saite klingt noch ganz Hell und erzeugt schöne Obertöne. Mit de Zeit kommen dann immer mehr Ablagerungen auf die Saite und beginnt zu Oxidieren. Diese sind die natürlichen Alterserscheinungen der Saite. Dabei wird der Ton immer Dumpfer und nach einer Gewissen Zeit wird der Klang nur noch als ganz stumpf wahrgenommen. Spätestens dann sollte der komplette Satz Saiten gewechselt werden. Das hängt natürlich von der Nutzungszeit aber auch von der Saitenpflege ab. Nach meiner Einschätzung sollte bei normaler Nutzung der Satz nie länger als ein halbes Jahr aufgezogen sein.

Um den Vorgang der Oxidation zu verlangsamen sollte man nach jedem Gitarrenspiel die Saiten mit einem trockenen und Fusselfreien Tuch die Saiten alle „trocken“ reiben, also eigentlich nur mal kurz drüber fahren, das genügt. Dafür gibt es natürlich auch noch spezielle Reinigungsmittel, die die Lebensdauer und den Klang verbessern sollen. Das ist aber nicht jedermanns Sache, da sich die Oberfläche der Saite nach der Behandlung unter Umständen anders anfühlen kann.

nun also zu den Saiten Typen.

Stahlsaiten

Alle üblichen Sätze mit Stahlsaiten sind Kombinationen unterschiedlicher Drahttypen und Materialien. Die dünnen Saiten (Diskant) sind aus gezogenem Stahl und werden für eine länger haltende Oberfläche meist verzinnt. Dies Betrifft immer die H und die E Saiten im Satz.

Die G Saite gibt es sowohl als blanke Saite (p = plain), als auch umwickelte Saite  (w = wound).

Gitarrensaite Seele 6-Kant
Gitarrensaite Seele 6-Kant

Die anderen Saiten, also H, A und E, sowie die E-Bass Saiten sind in der Regel immer umwickelt. Das kann man sich nun folgendermaßen vorstellen. Der Saiten-Kern, also die Seele, ist ein Sechseckiger kantiger Draht, welcher mit einer oder mehreren Schichten dünnen Draht umwickelt wird. Früher war die Seele meist Rund, aber für eine Stabilere Verbindung hat sich die sechseckige Seele durchgesetzt.

 

Materialien der Saiten

Nickel

Der Ursprung der E-Gitarren Saiten beruht auf den reinen Nickel Saiten. Nach der Erfindung des Elektromagnetischen Tonabnehmers benötigte man Saiten die magnetisch waren. Diese Saiten haben nur eine geringe magnetische Wirkung auf die Tonabnehmer, was einen geringen Output der Gitarre mit sich bringt. Deshalb waren sie auch fast vom Markt verschwunden. Allerdings hat der Vintage Boom diese Saiten wieder beliebt gemacht und einige Hersteller haben sie unter Bezeichnungen wie „Pure-Nickel“ oder „Vintage“ wieder im Programm. Außer dem geringern Output bei E-Gitarren haben sie einen eher warmen, matten Klang und sind auch etwas weicher als Edelstahl Saiten. Nickel-Stahl Saiten werden häufig wegen ihres eher weichen Klangs mit Westerngitarren benutzt.

Edelstahl (stainless steel)

Diese sind aus einem Nichtrostender Stahl. Die Saiten klingen sehr klar und hell. Vor allem sind sie wesentlich weniger anfällig gegen Rost wie bei den Nickel oder Stahl Saiten. Allerdings haben sie eine höhere Zugspannung, was bedeutet dass sie härter greifen gehen und Bendings doch etwas schwere von den Fingern gehen.

Gold

Vereinzelte Hersteller, allen voran die deutsch Firma Optima, bieten auch vergoldete Saiten an. Dies ist vor allem für Nickel Allergiker eine sehr gute Saite. Aber auch der Sound behält länger seine Brillanz und die Haltbarkeit einer solchen vergoldeten Saite bleibt verlängert sich, ähnlich wie bei beschichteten Saiten.

Beschichtung auf den Saiten

Neuerdings Versucht man den Vorgang der Oxidation schon vorab mit einer Beschichtung der Saiten Vorzubeugen. Vorreiter dieser beschichteten Saiten ist die Marke ELIXIER, welche es mittlerweile in verschieden Konfigurationen gibt. Die Polyweb ergeben einen eher dunkleren Sound, und die Nanoweb Saiten einen brillanteren Ton. Auch Marken wie D’Addario und Dean Markley und einige weitere bieten mittlerweile solche beschichteten Saiten an. In meinem Laden hab ich auch verschiedene auf Lager.

Arten der Umwicklung

Der Standard sind die Roundwound Saiten. Der Wickeldraht ist rund und wird über die Seele gewickelt. Der Sound ist obertonreich und Durchsetzungsstark.

Das Gegenstück hierzu ist die Flatwound Saite. Hier wird zum Umwickeln eine Art Flachdraht genutzt. Die Oberfläche der Saite ist annähernd Glatt. Dadurch entstehen auch weniger Greif- und Rutschgeräusche der Finger. Für Schmutzablagerungen ist hier auch kein Platz, d.h. die Lebensdauer ist erheblich höher. Aber dafür sind die Saiten viel Steifer und haben einen matten Klang und ein geringeres Nachklingen (Sustain). Wegen dem besonderen Klang sind die Saiten eher im Jazz-Bereich beliebt.

Als Zwischenlösung wären noch die Halfround Saiten zu nennen. Diese sind mit dem normalen runden Draht umwickelt, werden dann aber noch an der Oberfläche angeschliffen. Von der Tonentfaltung sind sie viel offener und heller als die Flatwounds allerdings finden sie in der Rock und Popmusik trotzdem wenig Einsatz.

Saitenstärke und Saitenzugkraft

Die Saitenstärke wird immer in der Einheit Zoll als Durchmesser angegeben. Die Werte beginnen für die E-Gitarre bei einem Super Light Satz bei .008″ bis .038″ bis hin  zu den Heavy Saiten von .012″ bis .054″. Bei den Akustischen Gitarren beginnen die Light Sätze bei .010″ bis .045″ und enden bei .013″ bis .056″.

Um so dicker die Saiten nun gewählt werden, um voller und satter ist der Ton. Für kräftige „Metal Riffs“ und „Power Chords“ kann man gut die .011er und die .012er Sätze einsetzen. Weiterhin benötigen die Jazzer, Blueser und vor allem die Slide Spieler die stärkeren Sätze für ihren breiten Ton.

Für Anfänger oder Gitarristen die noch nicht so kräftige Finger haben Empfehle ich natürlich die dünneren Sätze. Gerade wenn man viel mit Bendings arbeitet oder auch im Bereich der schnellen Finger (Shredding) sind diese Saiten sehr beliebt.

Ganz dünne Saiten, also die .008er empfehle ich eigentlich nur bei besonderen Situationen. Einen .009er Satz kann eigentlich jeder bedienen und man erhält einen erheblich volleren Klang und ein präziseres Spielgefühl.

Wechsel von Saitenstärken

Wir sprechen hier natürlich von Stahlsaiten und Gitarren mit einstellbarem Halsstab (truss rod). Der Halsstab einer elektrischen oder akustischen Gitarre erfüllt eine entscheidende Funktion: den Saitenzug ausbalancieren und den Hals möglichst gerade halten. Dieses Gleichgewicht ist allerdings sehr empfindlich, und die Halskrümmung verändert sich oft von selbst wegen Temperatur- oder Feuchtigkeitsschwankungen. Wechselt man die Saitenstärke und somit den Saitenzug, so ändert sich automatisch auch die Halskrümmung. Wenn man das nicht entsprechend korrigiert kann nun folgendes passieren:

Verschiedene Saitenstärken (string gauges) für Western-Gitarre

  • 1. Man möchte dünnere Saiten auf seiner Western-Gitarre aufziehen, damit sie sich leichter spielen lässt. Obwohl die Gitarre ab Werk 11er-Saiten drauf hat, kauft man einen 10er-Satz und bespannt damit die Gitarre, ohne den Halsstab neu zu justieren. Durch die dünneren Saiten wird sich der Hals entspannen bzw. sich leicht nach hinten biegen. Zwar wird die Saitenlage tiefer und somit die Bespielbarkeit leichter, jedoch führt das oft auch zu starkem Saitenscheppern.
  • Beispiel 2. Man hört von anderen Gitarristen, dickere Saiten klängen besser. So reift schnell der Plan, sich einen 11er-Satz für die E-Gitarre zu besorgen, obwohl diese ab Werk mit 9er-Saiten bespannt wurde. Der zusätzliche Zug der 11er-Saiten wird den Hals deutlich mehr nach vorne biegen. Daraus resultiert in den meisten Fällen eine sehr hohe Saitenlage und eine schwerere Bespielbarkeit bei schlechter Intonation und Bundreinheit.